Miettipps Tipps zum korrekten Beladen 2017-07-20T10:55:37+00:00

Tipps zum korrekten Beladen

Das korrekte Beladen von Wohnmobilen ist unumgänglich für die Sicherheit während der Fahrt. Nur mit richtig verstauter Ladung im Rahmen der zulässigen Gesamtmasse bleibt das Fahrverhalten des beladenen Wohnmobils stabil. Deshalb gilt es im Zweifelsfall vor Fahrtantritt das „Reisegewicht“ des Mobils, inklusive Gepäck und Personen auf einer öffentlichen Waage zu überprüfen. Hier noch ein paar Tipps:

  • Schwere Gegenstände in Bodennähe zwischen den Achsen verstauen (z. B. in den Fächern unter den Sitzbänken in der Fahrzeugmitte); in der Küche die Unterschränke für Vorräte (z. B. Konservendosen) nutzen. Stauräume für große, schwere Gegenstände sollten mit rutschfesten Gummimatten ausgelegt werden.
  • Leichtes Gepäck (z. B. Kleidung) gehört in die oberen Schränke, kann aber auch hinter den Hinterachsen verladen werden.
  • Achten Sie beim Verstauen Ihres Reisegepäckes auf gleiche Gewichtsverhältnisse rechts und links. Bei einigen Fahrzeugen ist ein Doppelboden vorhanden, der gut zugänglich und sehr geräumig ist.
  • Dachlast (beim Hersteller erfragen): Bei häufiger Benutzung des Daches als Transportraum ist eine Dachbox von Vorteil. Das Gepäck ist so stets geschützt und muss nicht gesondert befestigt werden.
  • Nach Montage der Dachbox sollte die neue Fahrzeughöhe überprüft und deutlich sichtbar im Cockpit vermerkt werden. Unangenehmen Überraschungen mit dem Mobil im Tunnel oder unter Brücken sind so zu vermeiden.
  • Treten beim Beladen des Reisemobils häufig Gewichtsprobleme auf, kann das zulässige Gesamtgewicht individuell erhöht werden. Händler oder Hersteller bieten verschiedene Möglichkeiten zur Steigerung der Auflast an.
Überschreiten der jeweils zulässigen Zahl um* Euro Punkte
mehr als 5% 10
mehr als 10% 30
mehr als 15% 35
mehr als 20% 95 1
mehr als 25% 140 1
mehr als 30% 235 1

*Überladung des Pkws (mit zulässigem Gesamtgewicht von bis zu 7,5 Tonnen) oder des Anhängers (mit zulässigem Gesamtgewicht von bis zu 2 Tonnen) als Fahrzeugführer oder Fahrzeughalter.

Die Stauraum-Möglichkeiten eines Wohnmobils sind oftmals schon mehr oder weniger durch den Grundriss des Reisemobils vorgegeben. Dennoch sollte man auch über das Gewicht der verstauten Ladung Bescheid wissen und die kleinen Gepäckteile nicht unterschätzen. Hier ein Überblick:

Bezeichnung Gewicht in kg
Autoatlas, Shell ca. 2
Campingführer, zwei Bände ca. 2
Campingliege, zwei Stück ca. 10
Campingstühle, vier Stück ca. 12
Campingtisch ca. 10
CB-Funkgerät ca. 1
CD ’s, 10 Stück ca. 1
Discman, zwei Stück ca. 0,8
Fahrradhelm für Erwachsene, zwei Stück ca. 0,6
Fernglas, 10 x 50 mit Tasche ca. 1
Fernseher ca. 3,5 – 8,5
Fototasche, Kamera, Zubehör ca. 5
Gasgrill ca. 10
Inline-Skater, zwei Paar ca. 5
Kabeltrommel, 25 Meter ca. 6
Kinderfahrrad, 24″ ca. 10
Bezeichnung Gewicht in kg
Kinderschlitten aus Holz ca. 6
Kiste Apfelsaft 6 x 1 Liter ca. 10,5
Kiste Bier, 20 x 0,5 Liter ca. 20
Kiste Sprudel, 12 x 0,7 Liter ca. 16
Luftmatratze ca. 1,5
promobil – Stellplatzatlas, zwei Stück ca. 1,3
Reiseapotheke ca. 1
Schlauchboot drei Meter mit Paddel ca. 12
Schneeketten, 1 Paar ca. 7-10
Skiausrüstung für Erwachsene, zwei Paar ca. 30
Surfbrett mit Mast und Segel, Anzug, je zwei Stück ca. 30-40
Taschentücher, 5 Stück gemischt ca. 0,15
Tourenrad Erwachsene, zwei Stück ca. 30
Vorzelt mit Teppich ca. 30
Wasserschlauch, 10 Meter ca. 3,5
Werkzeugkiste ca. 10
Die Überladung eines Wohnmobils sollte nicht auf die leichte Schulter genommen werden. Vor allem bei frontangetriebenen Fahrzeugen kann dies zu Veränderungen im Fahrverhalten führen. In extremen Fällen kann sogar die Tragfähigkeit der Reifen überlastet werden.

Kommt es wegen eines überladenen Wohnmobils zu einem Unfall, sind auch Probleme mit der Versicherung nicht ausgeschlossen. Bei Verkehrskontrollen drohen zudem unterschiedlich gestaffelte Bußgelder.

Hier eine Übersicht:

Belgien

ab 50 Euro

Dänemark

Kfz mit zGG bis 3,5 t je Prozent Überladung:

  • Fahrer: 10 Kronen (ca. 1,35 Euro)
  • Halter: 25 Kronen (ca. 3,35 Euro)

Kfz mit zGG über 3,5 t je Prozent Überladung:

  • Fahrer: 100 Kronen (ca. 13,40 Euro)
  • Halter: 250 Kronen (ca. 33,50 Euro)
Deutschland

Kfz mit zGG bis 7,5 t:

  • mehr als 5 Prozent: 10 Euro
  • mehr als 10 Prozent: 30 Euro
  • mehr als 15 Prozent: 35 Euro
  • mehr als 20 Prozent: 50 Euro/3 Punkte
  • mehr als 25 Prozent: 75 Euro/3 Punkte
  • mehr als 30 Prozent: 125 Euro/3 Punkte
Frankreich

bis zu 750 Euro

Großbritannien
  • bis 10 Prozent: 60 Pfund (ca. 68 Euro)
  • mehr als 10 Prozent: 120 Pfund (ca. 136 Euro)
  • mehr als 15 Prozent: 200 Pfund (ca. 227 Euro)
Italien

Kfz mit zGG bis 10 t:

  • mehr als 5 Prozent: 39 bis 159 Euro
  • mehr als 10 Prozent: 80 bis 318 Euro
  • mehr als 20 Prozent: 159 bis 639 Euro
  • mehr als 30 Prozent: 398 bis 1.596 Euro
Luxemburg

bis 10 Prozent: 74 Euro

Norwegen

Kfz mit zGG über 3,5 t je 100 kg Überladung:

  • 250 Kronen (ca. 32 Euro)
Österreich

mehr als 2 Prozent: 36 bis 2.180 Euro

Polen

Verstoß gegen Ladungsvorschriften:

  • ab 200 Zloty (ca. 50 Euro)
Portugal

ab 60 Euro

Schweden
  • mehr als 1 Prozent: 2.000 Kronen (ca. 222 Euro)
  • mehr als 20 Prozent: 2.500 Kronen (ca. 278 Euro)
  • mehr als 30 Prozent: 3.000 Kronen (ca. 334 Euro)
  • mehr als 40 Prozent: 4.000 Kronen (ca. 445 Euro)
Schweiz

Nulltoleranz; ab 100 Franken (ca. 76 Euro)

Slowakei

ab 60 Euro

Tschechien

bis zu 50.000 Kronen (ca. 2.000 Euro)

 
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