Miettipps Notfallausrüstung 2017-07-20T10:56:22+00:00

Notfallausrüstung

Die nächste Urlaubsreise im Wohnmobil steht an, der Koffer ist gepackt, aber wie sieht es mit Ihrer Erste-Hilfe-Ausstattung aus? Damit Sie keine bösen Überraschungen auf der Reise erleben, geben wir Ihnen Tipps, wie Sie sich bei Unfällen richtig verhalten und was Sie alles in Ihrer Reise-Apotheke dabeihaben sollten.

Als erste eintreffende Person am Unfallort sind Sie zur Ersten Hilfe verpflichtet. Bewahren Sie Ruhe und sichern Sie, unter Beachtung der eigenen Sicherheit (ggf. mit Warnweste), die Unfallstelle mit einem Warndreieck, sodass der nachfolgende Verkehr früh genug auf die Gefahr aufmerksam gemacht wird. Helfen Sie ggf. verletzten Personen aus dem Gefahrenbereich. Dann senden Sie einen Notruf an die Polizei mit folgenden Angaben:

  • Wo geschah der Unfall?
  • Was ist passiert?
  • Wie viele Verletzte gibt es?
  • Welche Art von Verletzungen?
  • Warten Sie auf Rückfragen!

Die Warnweste

Bei Fahrten ins Ausland sind je nach Land auch Warnwesten in grün, gelb oder orange mitzuführen. Informieren Sie sich vor Reiseantritt über die jeweiligen Vorschriften, zum Beispiel beim ADAC (folgenden Link hinterlegen: https://www.adac.de/infotestrat/ratgeber-verkehr/verkehrsrecht/warnweste/

Das Warndreieck

Das Warndreieck warnt andere Verkehrsteilnehmer vor einer nahenden Unfallstelle. Üben Sie den Aufbau des Dreiecks zu Hause, um im Ernstfall nicht an der Technik und den Tücken zu verzweifeln.

Der Verbandskasten – Helfer in der Not

Das wichtigste beim Verbandskasten ist die regelmäßige Überprüfung der Haltbarkeit. Sterile Verbände sind mit einem Datum versehen. Zu alte Pflaster kleben nicht mehr, alte Einmalhandschuhe werden porös. Zu Ihrem eigenen Schutz sollten Sie unbrauchbare sofort Produkte ersetzen.

Erste-Hilfe-Material für Kfz-Verbandskästen nach DIN-Norm 13164

  • 1x Heftpflaster, DIN 13019-A, 5 m x 2,5 cm
  • 4x Wundschnellverbände, DIN 13019-E, 10 cm x 6 cm
  • 2x Verbandpäckchen, DIN 13151-M
  • 1x Verbandpäckchen, DIN 13151-G
  • 1x Verbandtuch, DIN 13152-BR, 40 cm x 60 cm
  • 1x Verbandtuch, DIN 13152-A, 60 cm x 80 cm
  • 6x Kompressen, 10 cm x 10 cm
  • 2x Fixierbinden, DIN 61634-FB-6
  • 3x Fixierbinden, DIN 61634-FB-8
  • 2x Dreiecktücher, DIN 13 168-D
  • 1x Rettungsdecke, 210 x 160 cm
  • 1x Erste-Hilfe-Schere, DIN 58279-A 145
  • 4x Einmalhandschuhe, DIN EN 455
  • 1x Erste-Hilfe-Broschüre
  • 2x Feuchttücher zur Hautreinigung
  • 1x 14-teiliges Fertigpflasterset
  • 1x Verbandpäckchen K

Zu empfehlen ist auch eine regelmäßige Auffrischung der „Erste Hilfe“-Kenntnisse in Form eines „Erste Hilfe“-Lehrganges. Verbände wie das DRK, der DLRG oder die Johanniter bieten regelmäßig sowohl den Kurs für lebensrettende Sofortmaßnahmen als auch kleine Auffrischungskurse an.

Was gehört alles in eine Wohnmobil- und Wohnwagen-Apotheke?

  • Persönliche Medikamente: Besteht eine Vorerkrankung, sollten im besten Falle Informationen mitgeführt werden – ggf. mehrsprachig. Auch macht es Sinn, Telefonnummern der Mitreisenden mitzuführen, damit diese auch ohne Mithilfe des Patienten erreicht werden können.
  • Ein Schmerz- und Fiebermittel darf in der Reise-Apotheke nicht fehlen. Meist ist Fieber eine natürliche Reaktion auf eine Infektion mit Viren, Bakterien oder anderen Krankheitserregern. Lassen Sie sich in Ihrer Apotheke beraten, welches Präparat für Ihren Bedarf das richtige ist.
  • Mittel gegen Durchfall sowie eine Elektrolytlösung sind ebenso wichtig. Da es bei Durchfall zu einem erheblichen Flüssigkeits- und damit Salzverlust im Körper kommt, empfiehlt sich die Einnahme eines Elektrolytpulvers mit reichlich Flüssigkeit. Unser Tipp: Iberogast (pflanzlich und sehr gut wirksam).
  • Stiche von Insekten oder Spinnentieren können nicht nur akut quälend sein, sondern auch zu ernsthaften Erkrankungen führen. Eine gut ausgestattete Reise-Apotheke enthält auch Produkte gegen Insekten. Und hat Sie doch ein stechendes Ungeheuer erwischt, hilft ein kühlendes Gel gegen Juckreiz und Insektenstiche. Hiermit lassen sich auch leichte Verbrennungen, Sonnenbrand und Frostbeulen behandeln.
  • Ob Schnitt-, Stich- oder Schürfverletzung, das Prinzip der Behandlung ist gleich. Zunächst sollte die oberflächliche Wunde gereinigt und desinfiziert werden. Ein passender Verband schützt die Wunde und fördert die Heilung. Größere Wunden, die ärztlicher Versorgung bedürfen, sollen nicht desinfiziert werden! Diese sind abzudecken und möglichst unberührt zu lassen.
  • Genauso wichtig wie das Verbandszeug sind eine Schere, eine Pinzette, eine Zeckenzange und ein digitales Fieberthermometer.
  • Als Nachbehandlung empfiehlt sich eine Wundsalbe. Sie verhindert ein Austrocknen der Wunde und das Eindringen von Keimen.
  • Auch sollte ein schmerzlinderndes, kühlendes und entzündungshemmendes Sportgel bei Prellungen, Zerrungen und Verstauchungen im Reisegepäck seinen festen Platz haben. Unser Tipp ist Arnica D6. Die homöopathischen Globuli beugen bei sportlichen Urlauben Muskelkater vor und lindern Beschwerden.
  • Im Reisegepäck darf neben dem Sonnenhut ein ausreichender Sonnenschutz in Form einer Creme oder eines Sprays mit UV-Filtern nicht fehlen. Folgen Sie auch hier dem Rat eines Fachmanns für Ihren individuellen Schutz.

Nehmen Sie ein paar steril verpackte Einmalspritzen und Einmalkanülen mit.

  • Sie lassen sich erfolgreich zweckentfremden, beispielsweise um mit der Kanüle einen Dorn zu entfernen oder eine Blase zu öffnen.
  • Eine Spritze eignet sich gut zum Dosieren und zur oralen Verabreichung von flüssigen Arzneimitteln, z.B. bei Kindern.
  • Außerdem sind diese Produkte besonders hilfreich in Reiseländern mit schwacher medizinischer Versorgung.

Bitte überprüfen Sie vor Reiseantritt Ihren Impfschutz: Tetanus sollte aktuell sein! Darüber hinaus sollten Sie sich informieren, welche Impfungen vor Einreise in das Land empfohlen werden.

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